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Erfolgreiche Lesereise in Deutschland: Milena Agus mit "Die Flügel meines Vaters"


Die Flügel meines VatersGleich zu Beginn der Lesereise zur Präsentation ihres neuen, inzwischen dritten Buches, „Die Flügel meines Vaters“ wurde Milena Agus kurz nach ihrer Ankunft in Frankfurt bereits von einem großen Publikum zur Signierstunde am Stand von HOFFMANN UND CAMPE auf der Frankfurter Buchmesse erwartet.
Trotz des Besucheransturmes signierte die Autorin unermüdlich und geduldig, jedes Buch erhielt eine persönliche Widmung, die dazu noch individuell mit Text oder Zeichnung gestaltet wurde. Auch einige italienische Fans erkannten die sardische Autorin und baten um ein persönliches Foto mit ihr.
Am Abend fand als Auftaktveranstaltung der Lesereise die Veranstaltung im Italienischen Kulturinstitut Frankfurt statt, zu dem zahlreiche, vor allem italienische Zuhörer gekommen waren. Paola Barbon führte durch den Abend, las nach Milena Agus die deutschen Textpassagen und leitete die lebhafte Diskussion nach der Lesung.
Nach einem Besuch am Stand des italienischen Verlages von Milena Agus, Edizioni Nottetempo, fand die zweite Lesung am Sonntag, 19. Oktober, im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse statt. Ruth Fühner moderierte die Lesungen, die alle unter dem Motto „Literatur, die in ferne Welten entführt“ standen.
Die abendliche Lesung in Wiesbaden wurde von der Società Dante Alighieri präsentiert und fandLinks Cristiana Moschini-Dubois (Mod.), Mitte Milena Agus, Rechts neben ihr Wilma-Maria Estelmann (Soc. Dante) im frisch renovierten Museum Wiesbaden statt. Die Präsidentin der Società Dante Alighieri, Wilma-Maria Estelmann, las die deutschen Textpassagen, Cristiana Moschini-Dubois übersetze und führte durch den Abend. Bemerkenswert war die umfassende Kenntnis des Publikums in der italienischen Literatur: So war die Autorin selbst überrascht, das sogleich Italo Calvino als eines ihrer literarischen Vorbilder erkannt wurde und besonders freute sie der Bezug zur bekannten sardischen Autorin und Nobelpreisträgerin Grazia Deledda. Obwohl sie bereits ihr Leben lang schreibt, sieht sich Milena Agus, wie sie immer wieder im Verlauf der Reise betonte, selbst gar nicht als Schriftstellerin: "Denn nur weil man ein paar gelungene Gerichte gekocht hat, ist man auch noch kein Koch". Als Schriftstellerin bezeichnen möchte sie sich daher frühestens nach dem sechsten Buch.
Im anschließenden Gespräch mit Cristiana Moschini-Dubois stellte sich auch heraus, dass Milena Agus ihr zweites Leben als Autorin ganz im Verborgenen führt; trotz ihrer inzwischen in Italien, Frankreich und Italien enormen Popularität möchte sie ihr stilles, privates Leben als Lehrerin für Italienisch und Geschichte in Cagliari möglichst unberührt von Ruhm und Berühmtheit fortführen.
Paola Barbon und Milena Agus bei der Signierstunde in HamburgNächste Station der Lesereise war am Montag, 20. Oktober, die gemeinsame Veranstaltung in Hamburg mit dem italienischen Kulturinstitut Hamburg und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Hamburg, die in der Hochschule für Musik und Theater stattfand. Die Räumlichkeiten der Bibliothek waren bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt bei dieser am besten besuchten Lesung der ganzen Reise. Moderation und Übersetzung übernahm wieder Paola Barbon, die deutschen Passagen las einfühlsam die Schauspielerin Marion Martienzen, die auch das zum Buch erschienene Hörbuch gesprochen hat.
Bei der Lesung im Sardischen Kulturzentrum Berlin am darauffolgenden Tag lag der Schwerpunkt auf dem Bezug zur sardischen Kultur, Sprache und regionalen Besonderheit, die die Romane von Milena Agus stark prägen. Da das Publikum vor allem italienischsprachig war, wurden hier auch aktuelle Themen wie die Umweltproblematik der sardischen Küste, die Milena Agus explizit in ihren Romanen anspricht, diskutiert. Maike Albath führte mit Moderation und Übersetzung durch den Abend, die Lesung der deutschen Passagen übernahm Franziska Stavjanik.
Auch der Abschlussabend der Lesereise am Mittwoch in München war wieder sehr gut besucht, so dass die Räumlichkeiten in der Münchner Seidlvilla gerade ausreichten. Zum ersten Mal im Verlauf der verschiedenen Präsentationen kam es hier auch zu einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum über die erotischen Passagen, die in „Die Flügel meines Vaters“ im Gegensatz zu „Die Frau im Mond“ deutlich stärker akzentuiert sind. So deutlich, dass sogar Milena Agus eingestehen musste, dass sie ihrer Mutter den Roman nur in einer zensierten Fassung zum Lesen geben würde. Die deutschen Passagen las mitreißend Julia Eisele, durch den Abend führte Elisabetta Cavani von ItalLibri, der italienischen Buchhandlung in München.
Die Lesereise kann somit als großer Erfolg betrachtet werden; an den gut besuchten Veranstaltungen und den begeisterten Reaktionen auf die persönliche Begegnung mit der Autorin wird auch die Neugier der Leser auf den neuen Roman von Milena Agus nach ihrem grandiosen Bestseller „Die Frau im Mond“ im letzten Jahr deutlich.
 



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